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Lohnt sich die private Krankenversicherung noch?

Erstellt von jenny am Donnerstag 9. Juli 2009

Durch die Gesundheitsreform hat sich im Bereich private Krankenversicherung in den letzten Jahren einiges geändert. Doch welche Folgen hat das für die Versicherten? Als die privaten Krankenversicherungen durch die Gesundheitsreform zum 01.01.2009 verpflichtet wurden, einen sogenannten Basistarif in ihr Portfolio aufzunehmen, war die Verunsicherung für den Versicherten groß. Der Grund dafür war, dass die privaten Krankenversicherer entstehehnde Mehrkosten auf die Versicherten umlegen wollten, da sie mit dem Basistarif zukünftig Antragsteller aufgrund von Krankheit oder Alter nicht mehr ablehnen können und somit das finanzielle Risiko für die Versicherung steige. Dieses Risiko müsste in Form steigender Beiträge an den Versicherten weitergegeben werden. Dies ist bisher jedoch ausgeblieben. Der Basistarif, der sich mit einem monatlichen Beitrag von knapp 480 € lediglich an den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung orientiert lohnt sich für die wenigsten. Hinzu kommt der bestehende Wettbewerb unter den privaten Versicherungen, der sich auch in den monatlichen Beiträgen wiederspiegelt. So wird es auch zukünftig gute und attraktive Angebote seitens der privaten Krankenversicherung geben, die einen Wechsel in die private Krankenversicherung denkbar machen. Arbeitnehmer und Akademiker werden es zukünftig jedoch etwas schwieriger haben sich privat versichern zu können. Die Sperrfrist für einen Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung wurde durch die Beschlüsse der Gesundheitsreform auf drei Jahre verlängert. Dies bedeutet, dass Arbeitnehmer zukünftig drei aufeinanderfolgende Jahre mindestens 48.150 € im Jahr verdienen müssen, um in die private Krankenversicherung wechseln zu können. Für Selbständige, Freiberufler, Unternehmer und Beamte gelten diese Regelungen nicht. Informieren sie sich, damit sie im Falle einer Krankheit auch rundum gut versorgt sind.

Jenny Rotstern / J.Rotstern@web.de