Gerüstbau vom Fachmann
Erstellt von contendia am Dienstag 16. Dezember 2008
Der Gerüstbau ist keine Erfindung der Neuzeit. Schon in der Vergangenheit nutzten alte Kulturen Gerüste um Gebäude zu errichten. Die alten Ägypter haben für den Bau ihrer Pyramiden vermutlich Gerüste verwendet. Die tonnenschweren Steine mussten in Höhen von 200 Meter transportiert werden. Wie sollten sie das anstellen? Einige Forscher sind der Annahme, dass sie dafür eine riesige Rampe verwendeten auf der die Steine mit Baumstämmen nach oben gezogen wurden. Doch ohne Gerüste wird es wohl dennoch nicht funktioniert haben.
Der Gerüstbau ist auch schon im fernen Osten bekannt gewesen. Sogar bis in die Neuzeit wurden die Gerüste nach dem alten Prinzip aus Bambusstäben gefertigt. Das ergab eine einfache, aber dennoch stabile Konstruktion. In Erdbebenregionen haben auch heute noch die Bambusgerüste einen enormen Vorteil. Sie sind flexibler und können Schwankungen abfedern, bei denen Aluminiumgerüste zusammenbrechen würden.
Ein Gerüst wird nach Konstruktionsart und Verwendungszweck unterschieden. Das Arbeitsgerüst ist wohl das bekannteste. Je nach Ausführung kann es fest auf dem Boden stehen, mit Rollen versehen werden oder am Gebäude hängen. Viele Vorschriften sorgen für die nötige Sicherheit. So müssen die Gerüste natürlich kippsicher und so konstruiert sein, dass ein Arbeiter auch bei einem Fehltritt nicht so schnell abstürzen kann. Dabei steht aber immer noch das Kriterium, dass ein solches Gerüst schnell auf- und abgebaut werden kann.
Das Schutzgerüst ist ebenfalls weit verbreitet. Dieses wird an Gebäuden angebracht, um Passanten vor herabstürzenden Steinen und anderen Teilen zu schützen. Aber auch die Arbeiter sollen vor dem Herabstürzen bewahrt werden. Daneben gibt es noch andere Variationen, wie das Schalungsgerüst, welches beim Betonbau verwendet wird. Die Arbeit eines Gerüstbauers ist also vielschichtiger als den Anschein hat.
Redaktion Contendia, contendia [aet] yahoo.de

