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Barry White vom Saulus zum Paulus

Erstellt von contendia am Dienstag 20. Januar 2009

Wenn Jugendliche irgendwann kriminell werden, ihre Taten später bereuen und sich entschließen, ihr Leben zu ändern, so nennt man das eine gelungene Resozialisation. Im Fall des jugendlichen Barry White lässt sich mit Sicherheit von einer gelungenen Resozialisation sprechen. Viele kennen ihn, den Sänger mit der Schmusestimme, viele romantische Abende wurden und werden mit Barry White -Platten und CDs eingeläutet, aber Romantik war es keineswegs, was das Leben von Barry White in seinen Jugendtagen bestimmte. Ursprünglich hieß Barry White Barry Eugene Carter; den Namen White übernahm er erst später von seinem Vater. Geboren wurde er in Galveston, einer Inselkleinstadt, die zum US-amerikanischen Bundesstaat Texas gehört. In seinen Kinder- und Jugendtagen wohnte er jedoch in Los Angeles, in einem Vorort namens Watts. Dort erlebte Barry White Kriminalität und die Existenz von Jugendbanden. Seine Umgebung ließ auch ihn nicht unberührt. Er soll an Autodiebstählen beteiligt gewesen sein, soll Einbrüche begangen und sich mit anderen Jugendlichen geschlagen haben. Definitiv saß Barry White im zarten Alter von siebzehn Jahren wegen eines Diebstahls von Autoreifen im Gefängnis. Vielleicht wären andere Jugendliche daran zerbrochen, aber Barry White hatte die Musik. Seine Mutter hatte ihm das Klavierspiel beigebracht und Barry White war bereits in jungen Jahren gut genug, um im Alter von elf Jahren den Sänger, Pianisten und Songwriter Jesse Belvin am Klavier zu begleiten. Damals entstand der Song “Goodnight My Love“. Im Gefängnis, so Barry White selbst in einem Interview, war es dann Elvis Presley mit seinem Song “Now or never”, der die Weichen für den zukünftigen Weg des Barry White stellte. Es war ein Weg der Abkehr von der Kriminalität, ein Weg hin zur Musik als Lebenszweck. Auch aus diesem Grund hat die Musikwelt Elvis Presley einiges zu verdanken.

Redaktion Contendia

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