Auf der Reise nach Japan die japanische Kampfkunst kennen lernen
Erstellt von Gaijin am Donnerstag 9. September 2010
Nicht erst auf einer Reise nach Japan wird man von den verschiedenen japanischen Kampfsportarten erfahren. Viele Menschen sind bereits in Deutschland mit diesen Sportarten in Kontakt gekommen und haben vielleicht sogar persönlich am Training teilgenommen. Ganze Sportvereine sind es, die zu besonderen Veranstaltungen eine Japan Reise buchen und im Herkunftsland an Wettkämpfen teilnehmen.
Der Oberbegriff für alle japanischen Kampfkünste ist „Budo“, was sich vom allgemein gültigen Begriff „Bujutsu“ für „Kriegskunst“ oder „Weg des Krieges“ ableitet und zusätzlich eine innere Lehre oder Philosophie als Teil des Sportes einschließt. Allen japanischen Kampfsportarten gemein ist also, dass nicht nur die Effizienz der tatsächlichen körperlichen Bewegung wichtig ist, sondern die geistige Haltung des Sportlers und seine Entwicklung Priorität haben.
Wichtige, in Japan entstandene japanische Kampfkünste und Kampfsportarten sind: - Das „Judo“, was übersetzt „der sanft Weg“ bedeutet und welches ohne Waffen oder sonstige Hilfsmittel ausgeführt wird. Beim Judo wird der Gegner im Zweikampf mit Hilfe bestimmter Bewegungsabläufe bezwungen, die letztlich alle auf dem Prinzip des Zurückweichens beruhen und damit die Kraft des Gegners selber ausnutzen, um diesen zu besiegen.
Das „Kendo“, der „Schwertweg“, eine mit 150 Jahren recht junge Schule des Schwertkampfes. Zusammen mit Sumo und Judo gehört Kendo heute zu den am weitesten verbreiteten Sportarten und wird sogar als Schulsport gelehrt. Auch hier steht, neben den exakt festgelegten Angriffs- und Verteidigungstechniken mit Hilfe des Schwertes, die innere Haltung des Kämpfenden im Vordergrund.
Das „Aikido“, eine hauptsächlich zur Verteidigung erdachte Kampfkunst, arbeitet ähnlich wie Judo nur mit der körperlichen Kraft des Kämpfers. Schwerpunkt liegt ebenfalls in der Ausnutzung der Angriffskraft des Gegners, im Aikido werden aber auch verstärkt Halte- und Wurftechniken gelehrt, die einen Angreifer handlungsunfähig machen sollen, ohne ihn jedoch zu verletzen.
Das „Sumo“ ist ein japanischer Ringkampf, der ebenfalls nahezu ausschließlich zur Verteidigung gelehrt wurde. Insbesondere den hochrangigen Sumo-Ringern wird sehr viel Respekt gezollt, sie haben einen hohen gesellschaftlichen Status. Die heute sattfindenden Kämpfe sind meist reine Schaukämpfe, in denen der Kampf bereits entschieden ist, wenn ein Kämpfer den abgesteckten Kampfring übertritt oder aber mit einem anderen Körperteil als den Fußsohlen den Boden berührt.
Schließlich gehört noch das „Karate“ zu den bekannten japanischen Kampfkünsten, wobei es wohl diese Art ist, die am ehesten als Angriffstechnik zu sehen ist. Schwerpunkt des Trainings liegt auf präzisen und kräftigen Schlägen, Stößen und Tritten, Blocktechniken sowie Hebel und Würfe haben weniger Priorität. Dennoch spielt auch im Karate die innere Lehre eine große Rolle.

